Text, Gebet und Musik mit der Gabler-Orgel

Die Gabler-Orgel wird in diesem Sommer wieder von Gastorganisten zum Erklingen gebracht.

  • Sonntag, 02.08.: Agnes Luchterhandt, Norden (Ostfriesland)
  • Sonntag, 09.08.: Thierry Smets (Belgien)
  • Sonntag, 16.08.: Nicolas Berndt, Naumburg
  • Sonntag, 23.08.: Ferruccio Bartoletti, Las Spezia (Italien)
  • Sonntag, 30.08.: Stephan Debeur, Weingarten

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Beginn: 16.00 Uhr Dauer:  ca. 60 Minuten
Eintritt frei – Spende zugunsten der Basilika

Das genaue Konzertprogramm können Sie dem Programmheft „Musik in der Basilika 2026“ entnehmen.

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Basilikaführungen

Vor der Reihe „Text, Gebet und Musik mit der Gablerorgel“  (s. unten) findet an den Augustsonntagen jeweils um 14.30 Uhr eine öffentliche Basilikaführung statt. Für eine Spende zu Gunsten der Basilika sind wir dankbar. Treffpunkt ist das Klostermodell auf dem Basilikavorplatz.

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Maria Himmelfahrt – Zeit der Kräutersträuße

Am Samstag, den 15. August feiern wir in der Basilika um 9.00 Uhr das Hochfest Maria Himmelfahrt.
In der Vorhalle der Basilika werden hierfür wieder Kräutersträuße für einen guten Zweck angeboten und in den Gottesdiensten am Samstag und am Sonntag gesegnet. Zuhause getrocknet und aufbewahrt, sollen die geweihten Kräuter Mensch und Tier vor Unwetter und Unheil schützen.
Damit wir eine bunte Auswahl an Sträußen anbieten können, bitten wir um viele Blumen- und Kräuterspenden. Wenn sich Pfefferminze, Ringelblume oder Frauenmantel allzu sehr in Ihrem Garten ausgebreitet haben, freuen wir uns sehr über einen großzügigen Rückschnitt. Wir holen die Pflanzen gerne bei Ihnen ab oder Sie melden sich im Pfarrbüro St. Martin: Telefon: 0751-56127-0
E-Mail: Basilikapfarramt.Weingarten@drs.de

Claudia Schlegel

© Claudia Schlegel

Unterschriftenaktion

Seit ein paar Wochen kursiert wieder eine Unterschriftenaktion, die sich – wie bereits 2024 beim Ideenwettbewerb – gegen einen neuen Altarraum richtet, bevor das neue Konzept im Detail bekannt ist und vorgestellt werden kann. Gemeindemitglieder berichten, dass sie mitunter massiv zur Unterschrift gedrängt werden und das oft unter Verzerrung der Tatsachen. Informationen siehe weiter unten.

Basilikasanierung

Nun ist bereits weitgehend das Baugerüst im Kuppel- und Chorraum von den Gerüsten befreit, die nunmehr nur noch den Bereich des Hochaltars einnehmen, dem vierten und letzten Bauabschnitt. Bis Herbst wird der Künstler Albrecht Zauner, den der KGR mit der Ausarbeitung seiner Ideenskizze für einen neuen Altarraum beauftragt hat, auch weitgehend den konkreten Ausführungsplan erarbeitet haben, bei dem dann auch die liturgisch-praktischen Anliegen der Kirchengemeinde eingearbeitet sind, so dass dieser dann – wie im April  bereits angekündigt – im Herbst vorgestellt und im vom Gerüst befreiten Innenraum nachvollzogen werden kann. Danke an dieser Stelle an alle für die entgegengebrachte Geduld und für das Vertrauen in den KGR, bei seinen Entscheidungen verantwortungsbewusst vorzugehen und sich erst dann eine Meinung zu bilden, wenn der Altarentwurf ausgearbeitet vorliegt und man ihn kennt.

Alle Informationen der Kirchengemeinde St. Martin zur Altarraumgestaltung finden Sie hier…

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Kompromiss: Neuer Altarraum von Albrecht Zauner. Aber: Heilig-Blut-Reliquie bleibt im Hauptaltar

Wie bereits in den Gottesdiensten vermeldet, hat der Kirchengemeinderat von St. Martin nun einstimmig für diesen Ansatz entschieden. Eine Entscheidung, bei der sich das Gremium sehr bewusst war, wie schwierig und kontrovers das Thema gesehen wird. In der Vermeldung am Sonntag hieß es: „Als KGR hoffen wir, dass Sie uns zubilligen, dass wir mit dieser Lösung bewusst einen Weg gehen, der beiden Seiten gerecht wird, indem er die Heilig-Blut-Reliquie weiterhin im Zentrum vorsieht und doch auch das neue Stimmige sieht und schätzt. Wir wissen auch, wie schwierig es ist, diese Entscheidung zunächst einfach stehen zu lassen bis das Konzept mit dem Künstler soweit final entwickelt ist und das Gerüst im Spätsommer abgebaut sein wird, um Sie über das neue Konzept ausführlich informieren zu können.“ Hier nun alle Informationen im einzelnen in Form der herausgegebenen Pressemitteilung:

FAQs zum Thema Altarraum in St. Martin

Mit Beginn der Generalsanierung der Basilika Weingarten im Jahr 2021 lag es für die Kirchengemeinde nahe, die liturgische Mitte einmal grundsätzlich und auf der Grundlage der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils in den Blick zu nehmen. Die letzte Neugestaltung des Altarraums erfolgte vor dem 2. Weltkrieg, im Jahr 1931. Das Jubiläumsjahr 2024 „300 Jahre Basilika“ wurde dabei bewusst zur Information und Präsentation eines Ideenwettbewerbs gewählt – auch um die Überlegungen noch vor der Gerüststellung des Bauabschnitts III im Kuppel- und Chorraum nachvollziehen zu können.

Der Kirchengemeinderat ist durch die Wahl aller wahlberechtigten Gemeindemitglieder die demokratisch legitimierte Vertretung einer Kirchengemeinde. Die diözesane Ordnung sieht maximal 16 stimmberechtigte Mitglieder vor. Das Gremium in St. Martin hat entsprechend der Katholikenzahl der Kirchengemeinde diese größtmögliche Anzahl an Sitzen. In die Beratung waren zudem die KGR-Vorsitzenden und deren Stellvertreter der drei letzten Amtsperioden bewusst einbezogen worden, um die Kirchengemeinde sehr breit zu repräsentieren. Durch die breite öffentliche Erörterung zum Thema Altarraum im Rahmen der Präsentation der Preisträger des Ideenwettbewerbs lagen die jeweiligen Sichtweisen und Argumentationen vor. Die umfangreichen, inhaltlich teilweise weit auseinandergehenden Rückmeldungen wurden differenziert ausgewertet und unmittelbar in die Beratungen einbezogen.

In einer nicht-öffentlichen Sitzung hat der neue KGR unter Moderation von Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren am 13. März das Thema Altarraum aufgegriffen und ausführlich beraten, aber auch die künftige Vorgehensweise festgelegt.
Das Ergebnis war eindeutig: Der neu gewählte KGR beschloss einstimmig eine einheitlich neue Altarraumkonzeption anzustreben. Zudem beauftrage der KGR in einer weiteren Abstimmung – wiederum einstimmig bei einer Enthaltung – den Bildhauer Albrecht Zauner, dessen Entwurf beim Ideenwettbewerb den ersten Preis erhalten hatte, zu beauftragen, seine Ideenskizze in Abstimmung mit dem KGR weiter auszuarbeiten und zu realisieren.
Eng eingebunden in die Beratung wie in die Vorgehensweise waren dabei sowohl die Verantwortlichen in der Diözese wie auch die Projektleitung von Vermögen und Bau Amt Ravensburg. Beide Seiten unterstützen den getroffenen Beschluss.

Die Gestaltung des Altarraums ist Ausdruck, wie eine Kirchengemeinde des 21. Jahrhunderts heute Liturgie feiert. Sie muss ebenso sensibel wie zeitgemäß sein. Sie ist Ausdruck, dass ein Kirchenraum kein Museum ist, sondern der Ort, wo sich jede Gemeinde zu ihrer Zeit und mit ihrem Selbstverständnis versammelt um ihren Glauben sinnig und stimmig zu feiern. Die Gemeinde weiß aber auch, dass eine neue Altarraumgestaltung – wie all ihre Vorgänger – immer nur eine Lösung auf Zeit ist.

  • Es würde einen hohen technisch-finanziellen Aufwand bedeuten, den gemauerten und mit Stuckmarmor überzogenen Altar von 1931 auf ein neues, einheitliches Stufenniveau umzusetzen.
  • Das Heilig-Blut-Fenster entsprechend heute geltender technisch-sicherheitsrelevanter Standards zu ertüchtigen und optisch anzupassen wäre zudem unverhältnismäßig schwieriger als ein neuer Altar, bei dem diese Belange berücksichtigt werden können.
  • Liturgische Verbesserung auf Grundlage des 2. Vatikanischen Konzils.

Ein neuer Altarraum muss die Gratwanderung schaffen, sich sensibel in den gesamten Kirchenraum einzufügen und sich zugleich davon markant als Zentrum abzuheben.
Im Gegensatz zu der im Jahr 1931 erfolgten Altarraumgestaltung, bleibt bei der aktuellen Planung die barocke Ausstattung in Gänze unberührt.
Sowohl die originale Stufenanlage als auch das barocke Chorgitter in seiner ursprünglich gewinkelten Aufstellung wurde damals laut einem Gutachten von 2024 durch seine Einpassung am heutigen Standort irreparabel zerstört.

Beim Ideenwettbewerb schlugen etliche beteiligte Künstler einen neuen Ort für die Aufbewahrung der Heilig-Blut-Reliquie außerhalb des Zelebrationsaltars vor, was teilweise heftig kritisiert wurde.

  • Bei seiner Beratung fand der KGR eine Lösung, die beide Interessen berücksichtigt und umsetzt. Realisiert wird keine starre Entweder-oder-Lösung, wo es Gewinner und Verlierer gibt, sondern eine Sowohl-als-auch-Lösung.
  • Die Heilig-Blut-Reliquie wird auch künftig im neuen Zelebrationsaltar präsentiert, was in der öffentlichen Diskussion vielen ein Hauptanliegen war.
  • Zugleich wird der alternative Standort am großen Seitenaltar über der Welfengruft, dem ursprünglichen Heilig-Blut-Altar, realisiert.
  • Damit wird eine mobile und lebendige liturgische Gestaltung der Heilig-Blut-Verehrung geschaffen, die atmet und offen ist. Angedacht ist, das Heilig-Blut im Hauptaltar an Festzeiten und zu besonderen Anlässen zu zeigen, zu anderen Zeiten aber auch den Seitenaltar mit seinem auf das Heilig-Blut verweisenden Bildprogramm zu verwenden, welcher sich gut für die persönliche Andacht eignet.
  • Sowohl im neuen Hauptaltar wird also wie bisher eine Öffnung dafür vorhanden sein wie auch auf dem Seitenaltar ein entsprechendes tabernakelähnliches Gehäuse, bei dem das Heilig-Blut sichtbar und würdig präsentiert wird.
  • Eine Stele, wie im Ideenentwurf angedacht, wird – auch aufgrund diesbezüglicher Rückmeldungen – nicht realisiert.
  • Der Künstler hat sich sehr intensiv und konsequent mit dem Raum auseinandergesetzt.
  • Sein Entwurf ist überzeugend und konsequent vom Kuppelrund her entwickelt (Kuppelraum als Alleinstellungsmerkmal der Basilika im Vergleich zu den anderen süddeutschen Barockkirchen).
  • Sein Entwurf schafft einen großen Altarraum in Entsprechung zum großen Kirchenraum durch Auseinanderziehen und Zueinanderstellen von Altar und Ambo an den jeweiligen Scheitelpunkten der Kuppel.
  • Altar („Tisch des Brotes“) und Ambo („Tisch des Wortes“) werden als eigenständige heilige Orte sichtbar.
  • Der historische Standort des Altars seit 1724 am Chorbogen wird bewahrt, zugleich wird durch den Ambo eine größtmögliche Nähe zu den Gläubigen in den Bankreihen für die Verkündigung möglich.
  • Für kleinere, besondere Gottesdienste (z. B. Trauungen, Wallfahrtsgruppen) wird die Möglichkeit einer Bestuhlung im Kreis unter der Kuppel zwischen Altar und Ambo geschaffen.

Die Kosten der Sanierung der Basilika trägt der Eigentümer, das Land Baden-Württemberg. Für die Kirchengemeinde entstehen dadurch Kosten in Höhe von 500.000 Euro, wovon 150.000 Euro für den neuen Altarraum veranschlagt sind. Somit belaufen sich die Kosten der Altarraumgestaltung auf weniger als 1% der Gesamtbaukosten.

  • Herbst 2026 / nach Ende von Bauabschnitt III: Präsentation des finalen Modells
  • Umbau der Altarstufen 2027 / während Bauabschnitt IV
  • Herbst 2027: Abschluss der Basilikasanierung. Die Einweihung und Weihe des neuen Zelebrationsaltars ist für 31. Oktober 2027 geplant.

Taizé-Singen in der Basilika

Donnerstag, 3. September um 18.30 Uhr

Den Alltag unterbrechen – zur Ruhe kommen – Kraft tanken

Im Mittelpunkt unserer stehen die mehrstimmigen Taizé-Gesänge verbunden mit kurzen Bibeltexten, Impuls, Gebet und Stille. Herzliche Einladung an alle Interessierten!

Bereits ab 17.45 Uhr werden vor Ort die Lieder angesungen.

Die nächsten Termine für unser Taizé-Singen sind 5. November und 17. Dezember

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Führung durch den historischen Kreuzgang des Klosters Weingarten

Einer der wenigen Orte in Oberschwaben, der sich aus der Zeit des Bauernkrieges erhalten hat, ist der gotische Kreuzgang des Klosters Weingarten. Wir laden ein zur Spurensuche am Sonntag, 13. September um 14.30 Uhr.

Treffpunkt: Basilikavorplatz am Modell der Basilika

Eintritt frei – Wir freuen uns über eine Spende zu Gunsten der Basilika!

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Hoffnungsweg – Neues Projekt auf dem Kreuzberg

Zu Beginn des Jahres 2025 bildete sich eine Arbeitsgruppe in St. Martin unter der Leitung von Sonja Heim, damals noch begleitet von Pater Michael, um den Kreuzberg in Weingarten neu zu beleben. Ziel sollte sein, Sprache und Bilder des Leidensweges Jesu in die Gegenwart zu übersetzen, um so die Botschaft des Kreuzweges auch heute erfahrbar zu machen.  Der historische Kreuzweg besteht aus 14 Einzelstationen mit Texten der Schriftstellerin Maria Müller-Gögler. Diese Stationen sollen behutsam um Bildtafeln mit Texten ergänzt werden. Dafür konnte die Weingartener Künstlerin und Kirchenrestauratorin Annette Stacheder gewonnen werden, die bereits einen Prototyp entwarf, wie auf dem Bild ersichtlich ist. Stationen und Stelen sind farblich aufeinander abgestimmt, damit das Gesamtbild der spirituellen Stätte nicht beeinträchtigt wird. Die bestehenden Stationen bleiben unverändert erhalten, werden weder versetzt noch übermalt. Vielmehr sollen die beigestellten Tafeln eine Ergänzung der bisherigen Anlage sein und in moderner Ausgestaltung auch jugendliche, andersgläubige oder konfessionslose Besucherinnen und Besucher ansprechen. Der Kreuzweg wirft viele Themen auf, die sich in den Lebenserfahrungen von heute widerspiegeln. Deshalb soll der Kreuzberg als historisches Kleinod erhalten, aber auch weiterentwickelt werden. So kann ein Kreuzweg zu einem religionsübergreifenden Hoffnungsweg werden, der Historie und Gegenwart vereint. Das Projekt fand erfreulicherweise nicht nur großen Zuspruch im Kirchengemeinderat und bei der Jugend von St. Martin, sondern auch bei der Stiftung Weg.Zeichen und der Bürgerstiftung Weingarten, die jeweils Zuschüsse bewilligt haben. Geplant ist die Umsetzung des Vorhabens in der ersten Jahreshälfte 2027. Derzeit wird das Projekt noch mit dem Amt für Denkmalpflege abgestimmt.

Text: Claudia Schlegel

© Sonja Heim

Zum Dialog der beiden Pieta-Darstellungen

Inzwischen hat der Künstler Christian Holze seine Skulptur „Eightfold-Pieta“, welcher die Pieta von Michelangelo zu Grunde liegt, in der Basilika aufgestellt und dafür einen Standort in bewusster Beziehung zur gotischen Pieta-Darstellung gewählt. Dazu hat Herr Holze noch einen Text erstellt zur Erschließung für die Besucher der Basilika (s. unten). Das Motiv des toten Christus, der nach Kreuzabnahme und vor Grablegung auf den Schoß seiner Mutter gelegt wird, entstammt der mittelalterlichen Mystik. Es ist eine stille Momentaufnahme und eine Einladung zur persönlichen Andacht. Ein Kreis schließt sich: Das Weihnachtsmotiv wird wiederholt. Das Leben und Leiden Christi liegt dazwischen. Mit Maria meditiert der Betrachter den Weg Jesu wie auch den Schmerz und die Trauer seiner Mutter um ihren toten Sohn. 

© Pfarramt

Musik in der Basilika

Das neue Jahresprogramm der Musik in der Basilika für 2026 liegt am Schriftenstand für Interessierte zur Mitnahme auf. Das Programm ist auch hier auf der Homepage einsehbar.

© Flyer

Ein Platz für Kinder?

Links um die Ecke! Neue „Kinderecke“ in der Basilika

Nach der beendeten Renovation des Mittelschiffs haben wir Raum, am Marienaltar im linken Seitenschiff der Basilika eine „Kinderecke“ zu schaffen.

Mit Teppich, Tisch und Stühlchen und einer Auswahl an Büchern und geräuscharmen Spielsachen wollen wir einen einladenden Bereich schaffen, in dem Kinder und Eltern sich während des Gottesdienstes gut aufgehoben fühlen dürfen. Für größere Kinder wird es weiterhin das Angebot eines Ausmalbildes zum Sonntagsevangelium geben, das zu Beginn der Predigt von den Minis ausgeteilt wird. Damit wollen wir signalisieren: Kinder, ihr seid uns wichtig! Wir freuen uns, wenn ihr im Gottesdienst dabei seid.

@ Pfarramt

Eucharistische Anbetung in St. Martin

Mit Beginn der Sommerferien wird in St. Martin die Messe am Dienstagabend entfallen, da die Gottesdienstordnung für alle drei Gemeinden neu geregelt werden muss. Pater Michael verlässt uns im September und dann ist nur noch Pfr. Schmid da für das Feiern der Hl. Messe. Am Dienstag war bisher Eucharistische Anbetung nach der Hl. Messe. Diese würde also künftig entfallen. Ab Dienstag, 29.07. soll es aber ein Angebot zur Anbetung geben, wie gewohnt wöchentlich dienstags um 18.30 Uhr in der Marienkapelle, eingebettet in Impulse aus der Vesper und dem Komplet mit VIEL Zeit zur Anbetung.

Herzlich willkommen zum Innehalten beim Herrn.

Alexander Jürgens

© Kiechle

Mobilitätsbefragung

Im Rahmen der Zielsetzung »Schöpfungsfreundliche Kirche« findet vom 1. bis 31. Mai die »Mobilitätsbefragung 2025« an zahlreichen Wallfahrtsorten und Tagungshäusern der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt. Die Befragungsdaten werden genutzt, um an Lösungen für eine nachhaltige An- und Abreise der Besucher:innen zu den Wallfahrtsorten und Tagungshäusern arbeiten zu können. Die Befragung findet statt in Kooperation zwischen der Universität Konstanz, der Hauptabteilung Pastorale Konzeption, den Tagungshäusern und dem K-Punkt Ländliche Entwicklung.

Wenn Sie im Mai in der Basilika die Fragebögen und die Abstimmungsbox sehen, nehmen Sie doch sehr gerne teil. Die Befragung erfolgt mittels Fragebögen auf Papier und ist anonym. Das Team der Uni Konstanz ist für Rückfragen und weitere Auskünfte unter mobilitaet-drs@uni-konstanz.de erreichbar.

© Uni Konstanz

Gemeindeversammlung Altarraumgestaltung

Nach Abschluss der im Rahmen des Jubiläumsprogramms erfolgten Ausstellung der prämierten Skizzen aus dem diözesanen Ideenwettbewerb zur Altarraumgestaltung der Basilika vom 28. Juni bis 6. Oktober fand am Mittwoch, 9. Oktober, um 19.30 Uhr in der Basilika eine Gemeindeversammlung dazu statt.

Sie gab Information über den tatsächlichen Sachstand.

Sachstand Altarraumgestaltung Basilika

Im Juli 2021 startete die bis Ende 2027 laufende Innensanierung der Basilika durch Vermögen und Bau Amt Ravensburg, deren Vorplanung bereits im Juli 2018 begann – auch mit dem Zugehen auf die Kirchengemeinde St. Martin, Wünsche die Haustechnik und den Altarraum betreffend einzubringen.

Eine Klausurtagung des Kirchengemeinderats (KGR) am 16./17. November 2018 im Kloster Roggenburg nahm die Fragestellung auf. Im Rahmen einer Gemeindeversammlung am 20. Januar 2019 wurde das Ergebnis vorgestellt, das auf positive Resonanz stieß.
Es entspricht nach wie vor dem aktuellen Planungsstand mit folgenden Eckdaten:

  •  Der Lettner (das große barocke Chorgitter derzeit vor dem Hochaltar stehend) soll ein Joch nach vorne versetzt werden und das Chorgestühl abrunden. Zugleich entsteht durch die Versetzung einerseits ein größerer liturgischer Ort im Hochaltarbereich, andererseits gewinnt der Hochaltar wie das Chorgitter an Wirkung.
  • Der jetzige Heilig-Blut-Altar von 1931 bleibt an seinem Standort und soll/kann auch in seiner Gestalt erhalten bleiben.
  • Der Kuppelraum, der stets frei war, soll frei bleiben (keine Altarinsel).
  •  Neugestaltung von Ambo, Sedilien und Kommunionbank.
  • Stufenanlage ist unbefriedigend (uneinheitlich und Stolperfalle).

In der Sitzung am 28. März 2019, wurden mit dem Bischöflichen Bauamt, die Lösungsansätze einer „Podestlösung“ für Ambo und Sedilien wie sie in der Gemeindeversammlung vorgestellt wurden, erörtert. Dabei regte der Leiter des Bischöflichen Bauamts erstmals an, sich dem Thema Altarraumgestaltung auch offener und grundsätzlicher zu nähern.

Ein erster und wichtiger Schritt dazu sollte eine Exkursion nach St. Gallen und Innsbruck sein, um dortige Altarraumlösungen kennen zu lernen und im Gespräch mit den Verantwortlichen hilfreiche Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Exkursion war bewusst als Gemeindefahrt geplant, um alle Interessierte von Anfang an mitzunehmen. Die Pandemie ab März 2020 machte diese Fahrt unmöglich. Um aber am Thema zu bleiben, entschloss sich der KGR im November 2021 zu einer internen Exkursion nach Zwiefalten, um in einem vergleichbar großen, ebenso bedeutenden barocken Kirchenraum deren neue Altarlösung kennenzulernen. Lohnenswert erwies sich diese Fahrt vor allem darin, dass sich für die Lautsprecher- und Beschallungsproblematik der Basilika eine Lösung eröffnete.

Da die Innensanierung im Zeitplan gut voranschritt und die Gerüststellung auch den Ausbau der Seitenbänke erforderte, musste in den Jahren 2019 bis 2021 zunächst dieses Thema beraten und entschieden werden. Am 10. November 2019 erfolgte auch hierüber eine Gemeindeversammlung und anschließend am 11. Januar 2020 der Beschluss im KGR, die Seitenbänke nicht mehr einzubauen, um dadurch den barocken Raumeindruck wieder herzustellen. Andererseits sollten die Seitenbänke nachhaltig und ressourcenschonend insofern erhalten bleiben, als sie zu mobilen Bänken umgebaut werden, die je nach Bedarf im ganzen Kirchenraum Verwendung finden können.

Der Fortschritt der Innensanierung und die Vorplanungen zum Jubiläum 300 Jahre Basilika nahm der KGR am 2. März 2023 nach eingehender Beratung zum Anlass, auf Vorschlag des Bischöflichen Bauamtes, einen Ideenwettbewerb auszuloben, um in der Frage des Altarraums weiter zu kommen. Gründe für diesen Weg waren:

  • Sowohl der Neubau der Basilika 1717-1724 wie die Errichtung der Altarraumgestaltung von 1931 war ebenfalls offen, kreativ, mutig
  • Die umfassende Innensanierung der Basilika, die auf die nächsten 50 bis 100 Jahre zielt, ist der Anlass und er verlangt eine grundsätzliche, offene Fragestellung („Kairos“)
  • Ausdruck einer lebendigen und heutigen Kirche(ngemeinde) unter Einbeziehung liturgischer und theologischer Aspekte im Licht des 2. Vatikanums
  • Zeitgenossenschaft von Kirche und Kunst heute
  • Präsentation der Heilig-Blut-Reliquie und adäquate Verehrungsform zu überdenken
    wie schon 1994 in der Festschrift 900 Jahre Heilig-Blut-Verehrung (Bd 1, S. 541-552) angeregt

Der Weg des Ideenwettbewerbs schien dazu sehr geeignet:

  • Er liefert keine fertig ausgeführten Entwürfe, sondern erste Ideen und Skizzen.
  • Ausgangspunkt nicht Endpunkt für die Entwicklung einer Variante zum Bestand.
  • Im Unterschied zum Künstlerwettbewerb ist ein Ideenwettbewerb unverbindlich und in sich abgeschlossen.
  • Finanziell überschaubar: 18.000,- Euro Kosten für die Kirchengemeinde und 18.000,- Euro übernimmt die Diözese.
  • 26 Künstlerarbeiten wie abschließendes Preisgericht am 21. Juni 2024 liefern eine qualitative Basis
  •  Teilnehmer des Preisgerichts:
    • Kunstkommission der Diözese unter Leitung von Domkapitular Dr. Klaus Krämer
    • Leitung Bischöfliches Bauamt
    • KGR St. Martin
    • Vertreter Vermögen und Bau Amt Ravensburg
    • Denkmalpflege RP Tübingen
    • OB Stadt Weingarten

Ziele die prämierten Ideen-Entwürfe im Rahmen des Jubiläumprogramms zu zeigen, waren:

  • Bewusste Einbeziehung der breiten Öffentlichkeit: Transparenz
  • Bewusste Auseinandersetzung mit neuen Ideen.

Das Instrument der Gemeindeversammlung wie sie die Ordnung für Kirchengemeinden vorsieht, wird in unserer Kirchengemeinde bewusst gepflegt als Instrument für Resonanz und war stets Ausgangspunkt für Entscheidungen und weitere Schritte durch den KGR.
So gab es bereits 2016 zur Marienkapelle, 2019 zu den Seitenbänken, 2021 zur Bildung der Seelsorgeeinheit Weingarten Gemeindeversammlungen wie nun am 9. Oktober 2024 zur Altarraumgestaltung.

Die dort eingegangenen Rückmeldungen werden in diesem Sinne ernst genommen und fließen in die weitere Beratung des KGR ein. Die in diesem Zusammenhang stattgefundenen Kampagnen mit Unterstellungen und Verunglimpfungen von Ehren- und Hauptamtlichen waren und sind weder der Sache dienlich noch im Stil hinnehmbar. Dialog in und außerhalb der Kirche, will er beispielhaft sein, sieht anders aus.

Fazit und Ausblick
Für den KGR St. Martin gilt weiterhin der eingangs skizzierte Sachstand von 2019. Dieser wurde zu keinem Zeitpunkt und in keiner Sitzung aufgegeben. Allerdings folgte das Gremium dem Vorschlag durch das Bischöfliche Bauamt, vor allem durch das Instrument des Ideenwettbewerbs, einer Öffnung und Weitung der Fragestellung durch alternative Vorentwürfe, welcher der Basilika als herausragender liturgischer Ort in der Spannung von Tradition und Gegenwart wie von seiner kunsthistorischen Bedeutung zukommt.

Der KGR wird zum Ende dieses Jahres und seiner Amtszeit ein Resümee erarbeiten und dieses an den KGR übergeben, der am 25. März 2025 in unserer Diözese neu gewählt wird. An diesem Gremium wird es dann sein, zu entscheiden, ob parallel zu dem 2019 eingeschlagenen Weg der Ergänzung des bestehenden Altarraums mit dem Heilig-Blut-Altar weitere Varianten noch verfolgt werden.

Dabei muss auch der Zeitplan für die beiden letzten anstehenden Bauabschnitte berücksichtigt werden:
BA 3 (Kuppelraum und Chorgestühl): Oktober 2024 bis Mai 2026
BA 4 (Hochaltar und Krummer Gang): Juni 2026 – November 2027.

Auf jeden Fall wird auch der nächste KGR über die weitere Vorgehensweise die Gemeinde und interessierte Öffentlichkeit umfassend informieren – auch im Rahmen einer Gemeindeversammlung.

Weingarten, 9. Oktober 2024
Für den Kirchengemeinderat St. Martin

Ekkehard Schmid Wolfgang Reck
Pfarrer Gewählter Vorsitzender

Schwester Fructuosa Gerstmayer

Wie ein kleines Geburtstagsgeschenk ist die Stele gedacht, die am Sonntag, 4. Februar 2024, zum 126. Geburtstag von Schwester Fructuosa Gerstmayer in der Basilia, wo sie getauft wurde, aufgestellt wurde. Am 4. Februar 1898 in Weingarten geboren war Maria Gerstmayer mit 24 Jahren bei den Missionsbenediktinerinnen in Tutzing eingetreten und „mit Lust und Freude“ und „auf Lebenszeit“ nach Korea versetzt worden. An ihr bewegendes Leben für die Armen, vor allem aber über das Leiden wie über das Glaubenszeugnis, welches diese Ordensleute dann dort ab 1945 in den kommunistischen Internierungslagern ertrugen und bezeugten und für die inzwischen ein Seligsprechungsprozess läuft, soll die Stele erinnern. Dort findet sich auch der Flyer, den Reinhard Schoch vom Arbeitskreis Mission/EineWelt über ihr Leben zusammengestellt hat.  Eine ausführliche Lebensbeschreibung von ihr ist in der Homepage eingestellt.

© Pfarramt

Wer war Sr. Fructuosa? 

Maria Gerstmayer wurde am 04. Februar 1898 in Weingarten geboren. Sie hatte zehn Geschwister und schon früh den Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Am 02. Februar 1923 feierte sie ihre Profess bei den Missionsbenediktinerinnen von Tutzing. Als ausgebildete Krankenschwester kam sie 1926 ins Krankenhaus Maria Hilf nach Wonsan in Nordkorea. Über 20 Jahre wirkte sie dort segensreich. Als die Kommunisten die Macht übernahmen, kam Sr. Fructuosa mit anderen Schwestern und Mönchen der Abtei Tokwon ins Konzentrationslager Oksadok, wo sie durch Folterung, Terror, Leid und Hunger am 16. September 1952 starb. Die Märtyrer von Tokwon umfassten 36 Mönche und drei Nonnen. Am 10. Mai 2007 wurde in der Abtei Waegwan der Seligsprechungsprozess eröffnet. Das Kloster Waegwan ist das größte Kloster der Benediktinerkongregation von St. Ottilien und ist mit über 140 Angehörigen die größte Benediktinergemeinschaft in Asien. 

Wie ein kleines Geburtstagsgeschenk ist nun die Stele gedacht, die am Sonntag, 4. Februar 2024, zum 126. Geburtstag von Schwester Fructuosa Gerstmayer in der Basilika, wo sie getauft wurde, aufgestellt wurde. Den dort ausgelegten Flyer, den Reinhard Schoch vom Arbeitskreis Mission/EineWelt über ihr Leben zusammengestellt hat, steht hier zum Download bereit, ebenso eine ausführliche Lebensbeschreibung von ihr.

Weitere Informationen:

Die Märtyrer von Tokwon
Glaubenszeugen in Korea 1950-1952
von Johannes Mahr
ISBN978-3-8306-7508-2

Seligsprechungsprozess Erzabtei St. Ottilien

Kirchenbank mal anders oder neue Sicht- und Sitzweisen

Der Kirchengemeinderat hat Anfang des Jahres darüber nachgedacht, was mit den ausgebauten Seitenbänken – die nicht aus Denkmalschutzgründen eingelagert werden müssen – geschehen soll. Es war klar, dass eine nachhaltige Lösung her muss: Nachhaltig im Sinne einer Weiternutzung des vorhandenen Materials sowie eines finanzbewussten Mitteleinsatzes. Außerdem auch im Hinblick auf ein Nutzungskonzept, das viel Spielraum für eine flexible, offene und vielfältige Verwendung der neuen Bänke bieten soll.


Aus dem abgeschliffenen und aufbereiteten alten Kirchenbankholz wurden von einer beauftragten Schreinerei bereits einige Hockerbank-Prototypen mit einer Länge von 1,80 m angefertigt. Auf ihnen kann bequem Platz genommen werden. Sie sind ohne Rückenlehne, was ihren Einsatz umso unkomplizierter macht. Sie können problemlos frontal zu den zahlreichen Seitenaltären gestellt werden oder auch bei großen Feierlichkeiten die Bestuhlung im Kuppelraum oder Chorraum ergänzen. Filzkissen, wie in der Marienkapelle, polstern die Sitzplatzauflage etwas auf. Die Bänke können aufgrund des relativ hohen Fertigungspreises pro Bank nicht auf einmal produziert werden.

Mit einer Spende für eine ganze Bank von 1.000 Euro kann zum Beispiel die Produktion von insgesamt 50 geplanten Bänken erheblich angekurbelt werden – oder auch für einen gespendeten Sitzplatz einer Vierer-Bank in Höhe von 250 Euro.

Jede Spende ist willkommen! Am Opferstock im Eingangsbereich der Basilika ist ein entsprechender Hinweis angebracht. Hier kann direkt gespendet und als Dank eine Postkarte mit einem Wettersegen mitgenommen werden. Spenden sind auch über diese Bankverbindung möglich:
Katholische Gesamtkirchenpflege St. Martin Weingarten
Verwendungszweck: „Kirchenbänke
IBAN: DE94 6505 0110 0086 5026 01
BIC: SOLADES1RVB
Kreissparkasse Ravensburg
Bitte geben Sie Ihre Adresse mit an!

Wir informieren hier über den Fortgang der Bankproduktion und sagen ein herzliches „Vergelt’s Gott!

Text und Foto: Homepage-Team

© Andreas Schwab