Postkarten mit Weihnachtsmotiven

Rechtzeitig zur Jahreszeit sind die neuen Postkarten der Basilika eingetroffen, die hoffentlich auch für die Weihnachtspost viele Abnehmer finden. Motive sind der winterlich-nächtliche Blick auf die Basilika vom unverbauten Schuler-Areal, das Deckenfresko von der Geburt Christi von Cosmas Damian Asam sowie die das Lamm Gottes liebkosenden Putten am Kanzelkorb von Fidel Sporer. Die Karten kosten je 50 Cent und sind am Schriftenstand der Basilika und im Pfarrbüro erhältlich.

© Pfarramt

Taizé-Singen

im Kreuzgang bei der Basilika
Donnerstag, 18. Dezember, 18.30 Uhr

„Den Alltag unterbrechen, zur Ruhe kommen, Kraft tanken.“

Im Mittelpunkt unserer Andacht stehen die mehrstimmigen Taizé-Gesänge, verbunden mit kurzen Bibeltexten, Fürbittgebet und Stille. Bereits ab 17.45 Uhr werden in der Basilika die Lieder angesungen. Herzliche Einladung an alle Interessierten.

Der nächste Termin des Taizé-Singens ist am 5. März in der Basilika.

© Pfarramt

Aus dem Kirchengemeinderat

Im Mittelpunkt der Sitzung am 2. Dezember stand die Beratung über den Doppelhaushalt der Kirchengemeinde für die Jahre 2025/26. Wichtigste Nachricht: Alles kann derzeit noch finanziert werden, die Pfarrei muss sich nicht verschulden. Die einzige Maßnahme, für die Spenden eingeworben werden, sind die neuen bzw. umgearbeiteten Sitzbänke. Die Hälfte ist finanziert, weitere Spenden sind willkommen (Opferstock), ermöglichen die Sitzbänke doch vielfältige liturgische und gestalterische Möglichkeiten. Die Gemeindecaritas mit ihren vielfältigen Aufgaben wird getragen von den Caritasspenden und dem Antoniusopfer. Die Erlöse aus dem Kerzenverkauf und den Kirchenführungen, die wieder erfreulich zugenommen haben, fließen in eine Rücklage für außerplanmäßige Anschaffungen. Die Mieteinnahmen aus den Wohnungen, die der Kirchengemeinde gehören, fließen ebenfalls in eine Rücklage, die zweckgebunden ist für Renovierungsarbeiten- und Modernisierungsmaßnahmen in diesen Wohnungen. Da noch ein paar Detailfragen geklärt werden müssen, wurde die endgültige Verabschiedung des Haushalts auf die nächste Sitzung verschoben.

Für den KGR Alexander Jürgens

Eucharistische Anbetung in St. Martin

Mit Beginn der Sommerferien wird in St. Martin die Messe am Dienstagabend entfallen, da die Gottesdienstordnung für alle drei Gemeinden neu geregelt werden muss. Pater Michael verlässt uns im September und dann ist nur noch Pfr. Schmid da für das Feiern der Hl. Messe. Am Dienstag war bisher Eucharistische Anbetung nach der Hl. Messe. Diese würde also künftig entfallen. Ab Dienstag, 29.07. soll es aber ein Angebot zur Anbetung geben, wie gewohnt wöchentlich dienstags um 18.30 Uhr in der Marienkapelle, eingebettet in Impulse aus der Vesper und dem Komplet mit VIEL Zeit zur Anbetung.

Herzlich willkommen zum Innehalten beim Herrn.

Alexander Jürgens

© Kiechle

Ein Platz für Kinder?

Links um die Ecke! Neue „Kinderecke“ in der Basilika

Nach der beendeten Renovation des Mittelschiffs haben wir Raum, am Marienaltar im linken Seitenschiff der Basilika eine „Kinderecke“ zu schaffen.

Mit Teppich, Tisch und Stühlchen und einer Auswahl an Büchern und geräuscharmen Spielsachen wollen wir einen einladenden Bereich schaffen, in dem Kinder und Eltern sich während des Gottesdienstes gut aufgehoben fühlen dürfen. Für größere Kinder wird es weiterhin das Angebot eines Ausmalbildes zum Sonntagsevangelium geben, das zu Beginn der Predigt von den Minis ausgeteilt wird. Damit wollen wir signalisieren: Kinder, ihr seid uns wichtig! Wir freuen uns, wenn ihr im Gottesdienst dabei seid.

@ Pfarramt

Hoffnung teilen mit SD St. Theresia Pangaribuan – Indonesien

Eingeladen vom Ausschuss Eine Welt/Mission berichtete uns Sr. Evelyn am außerordentlichen Missionssonntag am 20. Juli 2025  in der Basilika vom Stand des Grundschulprojekts, das wir als Gemeinde ja immer wieder mit Spenden unterstützen. Auch an diesem Tag waren Sie wieder großzügige Unterstützer*innen durch Ihr Kollektenopfer von fast € 700. Vergelt‘s Gott. Nachfolgend nun die Predigt von Sr. Evelyn:

Ein Ort der Bildung und Begegnung
In dieser Schule lernen derzeit 245 Kinder – katholisch und protestantisch, Seite an Seite. Ihre Verschiedenheit ist kein Hindernis, sondern eine Bereicherung. Jeder Tag beginnt dort mit einem kurzen Gebet, einem Moment der Stille, inmitten des geschäftigen Schulalltags.
Es gibt 12 Klassenräume, ein Raum für Musik, für Kunst, einen kleinen Computerund Wissenschaftslabor – und einen Schulgarten, wo die Kinder mit ihren Händen lernen, pflanzen, pflegen und staunen. Was für uns vielleicht alltäglich wirkt – ein Mittagessen in der Kantine, ein warmer Schulbus – ist dort ein Geschenk, möglich gemacht durch Spenden wie die Ihren.
Lehrer, Schwestern, Helfer – Hände der Hoffnung
Ein starkes Team aus Ordensschwestern und zivilen Lehrkräften trägt das tägliche Leben der Schule. Sie sind nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch Beschützer, Begleiter, Zuhörer. In dieser Gemeinschaft arbeiten 15 Menschen: Lehrkräfte, Köchinnen, Reinigungskräfte – jeder mit seiner Berufung. Sie geben den Kindern mehr als nur Wissen – sie geben Sicherheit, Struktur und Liebe.
Vom Morgengebet bis zur Nachmittagsbetreuung
Der Tag beginnt früh – die Schule öffnet schon um 7.00 Uhr. Viele Eltern sind Arbeiter oder Bauern; sie bringen ihre Kinder, bevor sie auf die Felder oder Reisfelder gehen. Auch nach dem Unterricht bleiben viele Kinder bis zum Nachmittag, betreut von Lehrpersonen, bis sie abgeholt werden können. Einige Kinder kommen zu Fuß, manche mit dem Fahrrad, andere mit dem Bus. Es sind lange Wege – aber sie führen zu einem Ort, an dem Kinder gesehen werden. Wo sie wachsen. Wo ihre Stimmen zählen.
Herausforderungen und Träume
Die Schule steht nicht ohne Herausforderungen da. Es fehlt ein ausgestatteter Spielplatz. Eine Bibliothek wäre ein Schatz, den sich die Lehrer erträumen. Auch die digitale Ausstattung muss verbessert werden. Aber: sie haben Visionen. Sie wollen den Schulgarten erweitern – ein ökologisches Projekt für die ganze Gemeinde. Und
sie möchten Elternbildungsprogramme starten, um Familien besser einzubeziehen.
Was Ihre Spenden bewirken
Liebe Gemeinde, Ihre Unterstützung hat direkte Auswirkungen:
• Sie ermöglichen Kindern warmes Essen.
• Sie helfen, Lehrmaterialien zu besorgen.
• Sie finanzieren Gehälter für Menschen, die jeden Tag für die Kinder da sind.
• Und Sie sind Teil einer Hoffnung, die über Kontinente hinweg strahlt.
Einladung zur Mitreise der Hoffnung
Der Missionssonntag erinnert uns daran, dass Mission nicht nur bedeutet, das Evangelium zu verkünden – sondern die Liebe Gottes sichtbar zu machen. Ihre Spenden sind wie Samen, die auf fruchtbaren Boden fallen. In den Klassenzimmern, im Garten, in den Herzen der Kinder.
Lasst uns heute beten für diese Schule. Für die Kinder, die dort lernen. Für die Lehrerinnen und Lehrer, die ihr Leben für andere schenken. Und für uns selbst – dass wir nicht müde werden, Gutes zu tun.
„Denn Hoffnung beschämt nicht“ – so steht es im Römerbrief. Die Schule St.
Theresia Pangaribuan ist ein lebendiges Zeugnis davon.
Danke, dass Sie ein Teil davon sind.“

Falls Sie das Projekt durch eine größere Spende gegen Spendenbescheinigung unterstützen wollen, können Sie dies tun durch eine Überweisung auf das Konto:

Katholische Gesamtkirchenpflege Weingarten
IBAN: DE94 6505 0110 0086 5026 01
BIC: SOLADES1RVB
KSK Ravensburg, Stichwort „Eine Welt“.

Bitte vergessen Sie Name und Adresse nicht, damit wir Ihnen die Spendenbescheinigung zusenden können.

Für den Ausschuss Eine Welt/Mission, Alexander Jürgens

Ein großer Dank an die Ökumenische Kleiderstube

Jeden Mittwoch findet von 12 bis 13 Uhr der einfache Mittagstisch „Ma(h)lZeit“ im Gemeindehaus St. Martin statt. So haben wir immer wieder Kontakt zur Ökumenischen Kleiderstube, die im ersten Stock des Gemeindehauses ihren Platz hat und ebenfalls am Mittwoch für die Kundschaft ab 14 Uhr geöffnet ist. Wir beobachten, dass bereits lange vor der offiziellen Öffnungszeit Kunden vor der Türe stehen, weil sie das Angebot sehr schätzen. Die gespendeten Kleidungsstücke werden dort für Kleinstbeträge ausgegeben. Die Gewinne der Kleiderstube kommen wiederum guten Zwecken zugute. So durfte unser Mittagstisch „Ma(h)lZeit“ bereits zweimal 400€ Unterstützung erhalten, damit wir auch weiterhin so günstig das Mittagessen ausgeben können. Hierfür ein ganz großes Dankeschön an Frau Edeltraud Steinmaßl, die die Kleiderstube federführend ehrenamtlich leitet, und den fleißigen Helferinnen um sie herum!

© Logo Kleiderstube

Mobilitätsbefragung

Im Rahmen der Zielsetzung »Schöpfungsfreundliche Kirche« findet vom 1. bis 31. Mai die »Mobilitätsbefragung 2025« an zahlreichen Wallfahrtsorten und Tagungshäusern der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt. Die Befragungsdaten werden genutzt, um an Lösungen für eine nachhaltige An- und Abreise der Besucher:innen zu den Wallfahrtsorten und Tagungshäusern arbeiten zu können. Die Befragung findet statt in Kooperation zwischen der Universität Konstanz, der Hauptabteilung Pastorale Konzeption, den Tagungshäusern und dem K-Punkt Ländliche Entwicklung.

Wenn Sie im Mai in der Basilika die Fragebögen und die Abstimmungsbox sehen, nehmen Sie doch sehr gerne teil. Die Befragung erfolgt mittels Fragebögen auf Papier und ist anonym. Das Team der Uni Konstanz ist für Rückfragen und weitere Auskünfte unter mobilitaet-drs@uni-konstanz.de erreichbar.

© Uni Konstanz

Heiliges Jahr 2025

Mit der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom in Rom wird Papst Franziskus das Heilige Jahr 2025 eröffnen. Im Unterschied zu einem außerordentlichen Heiligen Jahr wie zuletzt 2015/2016 anlässlich der Beendigung des 2. Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren (1965) folgt dieses nun wieder im regulären Abstand von 25 Jahren auf jenes im Jahr 2000.
Und anders als 2015 wird es nur wieder in Rom eine Heilige Pforte geben. Dennoch sind alle Kirchen weltweit, die wie das Münster St. Martin seit 1956 den Ehrentitel einer päpstlichen Basilika verliehen bekamen, aufgerufen, ein liturgisches Zeichen vor Ort zu setzen. In diesem Sinne werden wir in diesem Jahr jeweils die Abendmesse am ersten Freitag im Monat, dem Herz-Jesu-Freitag also, begehen und gestalten. Das liegt insofern nahe als Papst Franziskus bei der Ankündigung des Heiligen Jahres auf das Herz Jesu ebenso Bezug genommen hat wie in seiner jüngsten Enzyklika Dilexit nos / Über die menschliche und göttliche Liebe des Herzens Jesu Christi, die vielen bereits als sein geistliches Vermächtnis gilt. Diese werden wir in diesen besonderen Freitagabendgottesdiensten kontinuierlich als Lesung hören und betrachten. Am Freitag, 3. Januar, beginnen wir damit.

© dbk.de

Anmeldung Sternsinger 2025

Wer hat Lust, Freude und Zeit bei der Aktion mitzumachen? Unser erstes Treffen wird am Freitag, 29.11.2024 von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr in den kirchennahen Räumen in Sankt Martin stattfinden. Dort gibt es zum Auftakt den Film zur diesjährigen Aktion. Neben einer kleinen Singprobe werden die Gewänder anprobiert und Ihr werdet Eure Gruppe schon etwas näher kennenlernen.

Die Aussendungsfeier beginnt am 02.01.2025 um 13:30 Uhr in Sankt Maria (zusammen mit den Sternsingergruppen von St. Martin und Hl. Geist). Im Anschluss daran besucht ihr Sternsinger die Häuser, um den Segen zu bringen. Die weiteren Häuserbesuche finden am 03. und 04.01.2025 im Zeitraum 13:00 bis ca. 19:00 Uhr statt.

Achtung – Änderung! Dieses Jahr ist es notwendig, dass Ihr Euch vorab anmeldet. Füllt dazu die Felder unten aus oder schickt eine Mail an sternsinger@st-martin.katholisch-weingarten.de.

Bitte meldet Euch bis zum 18.11.2024 an.

Bei Fragen meldet Euch gerne bei Frau Renate Vöhringer, Tel. 0751/552211 oder Annette Strasser, Tel. 0751/9778 253 oder im Pfarrbüro.

Herzlichen Dank im Voraus!

WIR FREUEN UNS AUF EUCH!

Gemeindeversammlung Altarraumgestaltung

Nach Abschluss der im Rahmen des Jubiläumsprogramms erfolgten Ausstellung der prämierten Skizzen aus dem diözesanen Ideenwettbewerb zur Altarraumgestaltung der Basilika vom 28. Juni bis 6. Oktober fand am Mittwoch, 9. Oktober, um 19.30 Uhr in der Basilika eine Gemeindeversammlung dazu statt.

Sie gab Information über den tatsächlichen Sachstand.

Sachstand Altarraumgestaltung Basilika

Im Juli 2021 startete die bis Ende 2027 laufende Innensanierung der Basilika durch Vermögen und Bau Amt Ravensburg, deren Vorplanung bereits im Juli 2018 begann – auch mit dem Zugehen auf die Kirchengemeinde St. Martin, Wünsche die Haustechnik und den Altarraum betreffend einzubringen.

Eine Klausurtagung des Kirchengemeinderats (KGR) am 16./17. November 2018 im Kloster Roggenburg nahm die Fragestellung auf. Im Rahmen einer Gemeindeversammlung am 20. Januar 2019 wurde das Ergebnis vorgestellt, das auf positive Resonanz stieß.
Es entspricht nach wie vor dem aktuellen Planungsstand mit folgenden Eckdaten:

  •  Der Lettner (das große barocke Chorgitter derzeit vor dem Hochaltar stehend) soll ein Joch nach vorne versetzt werden und das Chorgestühl abrunden. Zugleich entsteht durch die Versetzung einerseits ein größerer liturgischer Ort im Hochaltarbereich, andererseits gewinnt der Hochaltar wie das Chorgitter an Wirkung.
  • Der jetzige Heilig-Blut-Altar von 1931 bleibt an seinem Standort und soll/kann auch in seiner Gestalt erhalten bleiben.
  • Der Kuppelraum, der stets frei war, soll frei bleiben (keine Altarinsel).
  •  Neugestaltung von Ambo, Sedilien und Kommunionbank.
  • Stufenanlage ist unbefriedigend (uneinheitlich und Stolperfalle).

In der Sitzung am 28. März 2019, wurden mit dem Bischöflichen Bauamt, die Lösungsansätze einer „Podestlösung“ für Ambo und Sedilien wie sie in der Gemeindeversammlung vorgestellt wurden, erörtert. Dabei regte der Leiter des Bischöflichen Bauamts erstmals an, sich dem Thema Altarraumgestaltung auch offener und grundsätzlicher zu nähern.

Ein erster und wichtiger Schritt dazu sollte eine Exkursion nach St. Gallen und Innsbruck sein, um dortige Altarraumlösungen kennen zu lernen und im Gespräch mit den Verantwortlichen hilfreiche Erkenntnisse zu gewinnen. Diese Exkursion war bewusst als Gemeindefahrt geplant, um alle Interessierte von Anfang an mitzunehmen. Die Pandemie ab März 2020 machte diese Fahrt unmöglich. Um aber am Thema zu bleiben, entschloss sich der KGR im November 2021 zu einer internen Exkursion nach Zwiefalten, um in einem vergleichbar großen, ebenso bedeutenden barocken Kirchenraum deren neue Altarlösung kennenzulernen. Lohnenswert erwies sich diese Fahrt vor allem darin, dass sich für die Lautsprecher- und Beschallungsproblematik der Basilika eine Lösung eröffnete.

Da die Innensanierung im Zeitplan gut voranschritt und die Gerüststellung auch den Ausbau der Seitenbänke erforderte, musste in den Jahren 2019 bis 2021 zunächst dieses Thema beraten und entschieden werden. Am 10. November 2019 erfolgte auch hierüber eine Gemeindeversammlung und anschließend am 11. Januar 2020 der Beschluss im KGR, die Seitenbänke nicht mehr einzubauen, um dadurch den barocken Raumeindruck wieder herzustellen. Andererseits sollten die Seitenbänke nachhaltig und ressourcenschonend insofern erhalten bleiben, als sie zu mobilen Bänken umgebaut werden, die je nach Bedarf im ganzen Kirchenraum Verwendung finden können.

Der Fortschritt der Innensanierung und die Vorplanungen zum Jubiläum 300 Jahre Basilika nahm der KGR am 2. März 2023 nach eingehender Beratung zum Anlass, auf Vorschlag des Bischöflichen Bauamtes, einen Ideenwettbewerb auszuloben, um in der Frage des Altarraums weiter zu kommen. Gründe für diesen Weg waren:

  • Sowohl der Neubau der Basilika 1717-1724 wie die Errichtung der Altarraumgestaltung von 1931 war ebenfalls offen, kreativ, mutig
  • Die umfassende Innensanierung der Basilika, die auf die nächsten 50 bis 100 Jahre zielt, ist der Anlass und er verlangt eine grundsätzliche, offene Fragestellung („Kairos“)
  • Ausdruck einer lebendigen und heutigen Kirche(ngemeinde) unter Einbeziehung liturgischer und theologischer Aspekte im Licht des 2. Vatikanums
  • Zeitgenossenschaft von Kirche und Kunst heute
  • Präsentation der Heilig-Blut-Reliquie und adäquate Verehrungsform zu überdenken
    wie schon 1994 in der Festschrift 900 Jahre Heilig-Blut-Verehrung (Bd 1, S. 541-552) angeregt

Der Weg des Ideenwettbewerbs schien dazu sehr geeignet:

  • Er liefert keine fertig ausgeführten Entwürfe, sondern erste Ideen und Skizzen.
  • Ausgangspunkt nicht Endpunkt für die Entwicklung einer Variante zum Bestand.
  • Im Unterschied zum Künstlerwettbewerb ist ein Ideenwettbewerb unverbindlich und in sich abgeschlossen.
  • Finanziell überschaubar: 18.000,- Euro Kosten für die Kirchengemeinde und 18.000,- Euro übernimmt die Diözese.
  • 26 Künstlerarbeiten wie abschließendes Preisgericht am 21. Juni 2024 liefern eine qualitative Basis
  •  Teilnehmer des Preisgerichts:
    • Kunstkommission der Diözese unter Leitung von Domkapitular Dr. Klaus Krämer
    • Leitung Bischöfliches Bauamt
    • KGR St. Martin
    • Vertreter Vermögen und Bau Amt Ravensburg
    • Denkmalpflege RP Tübingen
    • OB Stadt Weingarten

Ziele die prämierten Ideen-Entwürfe im Rahmen des Jubiläumprogramms zu zeigen, waren:

  • Bewusste Einbeziehung der breiten Öffentlichkeit: Transparenz
  • Bewusste Auseinandersetzung mit neuen Ideen.

Das Instrument der Gemeindeversammlung wie sie die Ordnung für Kirchengemeinden vorsieht, wird in unserer Kirchengemeinde bewusst gepflegt als Instrument für Resonanz und war stets Ausgangspunkt für Entscheidungen und weitere Schritte durch den KGR.
So gab es bereits 2016 zur Marienkapelle, 2019 zu den Seitenbänken, 2021 zur Bildung der Seelsorgeeinheit Weingarten Gemeindeversammlungen wie nun am 9. Oktober 2024 zur Altarraumgestaltung.

Die dort eingegangenen Rückmeldungen werden in diesem Sinne ernst genommen und fließen in die weitere Beratung des KGR ein. Die in diesem Zusammenhang stattgefundenen Kampagnen mit Unterstellungen und Verunglimpfungen von Ehren- und Hauptamtlichen waren und sind weder der Sache dienlich noch im Stil hinnehmbar. Dialog in und außerhalb der Kirche, will er beispielhaft sein, sieht anders aus.

Fazit und Ausblick
Für den KGR St. Martin gilt weiterhin der eingangs skizzierte Sachstand von 2019. Dieser wurde zu keinem Zeitpunkt und in keiner Sitzung aufgegeben. Allerdings folgte das Gremium dem Vorschlag durch das Bischöfliche Bauamt, vor allem durch das Instrument des Ideenwettbewerbs, einer Öffnung und Weitung der Fragestellung durch alternative Vorentwürfe, welcher der Basilika als herausragender liturgischer Ort in der Spannung von Tradition und Gegenwart wie von seiner kunsthistorischen Bedeutung zukommt.

Der KGR wird zum Ende dieses Jahres und seiner Amtszeit ein Resümee erarbeiten und dieses an den KGR übergeben, der am 25. März 2025 in unserer Diözese neu gewählt wird. An diesem Gremium wird es dann sein, zu entscheiden, ob parallel zu dem 2019 eingeschlagenen Weg der Ergänzung des bestehenden Altarraums mit dem Heilig-Blut-Altar weitere Varianten noch verfolgt werden.

Dabei muss auch der Zeitplan für die beiden letzten anstehenden Bauabschnitte berücksichtigt werden:
BA 3 (Kuppelraum und Chorgestühl): Oktober 2024 bis Mai 2026
BA 4 (Hochaltar und Krummer Gang): Juni 2026 – November 2027.

Auf jeden Fall wird auch der nächste KGR über die weitere Vorgehensweise die Gemeinde und interessierte Öffentlichkeit umfassend informieren – auch im Rahmen einer Gemeindeversammlung.

Weingarten, 9. Oktober 2024
Für den Kirchengemeinderat St. Martin

Ekkehard Schmid Wolfgang Reck
Pfarrer Gewählter Vorsitzender

Schwester Fructuosa Gerstmayer

Wie ein kleines Geburtstagsgeschenk ist die Stele gedacht, die am Sonntag, 4 Februar, zum 126. Geburtstag von Schwester Fructuosa Gerstmayer in der Basilia, wo sie getauft wurde, aufgestellt wurde. Am 4. Februar 1898 in Weingarten geboren war Maria Gerstmayer mit 24 Jahren bei den Missionsbenediktinerinnen in Tutzing eingetreten und „mit Lust und Freude“ und „auf Lebenszeit“ nach Korea versetzt worden. An ihr bewegendes Leben für die Armen, vor allem aber über das Leiden wie über das Glaubenszeugnis, welches diese Ordensleute dann dort ab 1945 in den kommunistischen Internierungslagern ertrugen und bezeugten und für die inzwischen ein Seligsprechungsprozess läuft, soll die Stele erinnern. Dort findet sich auch der Flyer, den Reinhard Schoch vom Arbeitskreis Mission/EineWelt über ihr Leben zusammengestellt hat.  Eine ausführliche Lebensbeschreibung von ihr ist in der Homepage eingestellt.

© Pfarramt

Wer war Sr. Fructuosa? 

Maria Gerstmayer wurde am 04. Februar 1898 in Weingarten geboren. Sie hatte zehn Geschwister und schon früh den Wunsch, in ein Kloster einzutreten. Am 02. Februar 1923 feierte sie ihre Profess bei den Missionsbenediktinerinnen von Tutzing. Als ausgebildete Krankenschwester kam sie 1926 ins Krankenhaus Maria Hilf nach Wonsan in Nordkorea. Über 20 Jahre wirkte sie dort segensreich. Als die Kommunisten die Macht übernahmen, kam Sr. Fructuosa mit anderen Schwestern und Mönchen der Abtei Tokwon ins Konzentrationslager Oksadok, wo sie durch Folterung, Terror, Leid und Hunger am 16. September 1952 starb. Die Märtyrer von Tokwon umfassten 36 Mönche und drei Nonnen. Am 10. Mai 2007 wurde in der Abtei Waegwan der Seligsprechungsprozess eröffnet. Das Kloster Waegwan ist das größte Kloster der Benediktinerkongregation von St. Ottilien und ist mit über 140 Angehörigen die größte Benediktinergemeinschaft in Asien. 

Wie ein kleines Geburtstagsgeschenk ist nun die Stele gedacht, die am Sonntag, 4. Februar 2024, zum 126. Geburtstag von Schwester Fructuosa Gerstmayer in der Basilika, wo sie getauft wurde, aufgestellt wurde. Den dort ausgelegten Flyer, den Reinhard Schoch vom Arbeitskreis Mission/EineWelt über ihr Leben zusammengestellt hat, steht hier zum Download bereit, ebenso eine ausführliche Lebensbeschreibung von ihr.

Weitere Informationen:

Die Märtyrer von Tokwon
Glaubenszeugen in Korea 1950-1952
von Johannes Mahr
ISBN978-3-8306-7508-2

Seligsprechungsprozess Erzabtei St. Ottilien

Kirchenbank mal anders oder neue Sicht- und Sitzweisen

Der Kirchengemeinderat hat Anfang des Jahres darüber nachgedacht, was mit den ausgebauten Seitenbänken – die nicht aus Denkmalschutzgründen eingelagert werden müssen – geschehen soll. Es war klar, dass eine nachhaltige Lösung her muss: Nachhaltig im Sinne einer Weiternutzung des vorhandenen Materials sowie eines finanzbewussten Mitteleinsatzes. Außerdem auch im Hinblick auf ein Nutzungskonzept, das viel Spielraum für eine flexible, offene und vielfältige Verwendung der neuen Bänke bieten soll.


Aus dem abgeschliffenen und aufbereiteten alten Kirchenbankholz wurden von einer beauftragten Schreinerei bereits einige Hockerbank-Prototypen mit einer Länge von 1,80 m angefertigt. Auf ihnen kann bequem Platz genommen werden. Sie sind ohne Rückenlehne, was ihren Einsatz umso unkomplizierter macht. Sie können problemlos frontal zu den zahlreichen Seitenaltären gestellt werden oder auch bei großen Feierlichkeiten die Bestuhlung im Kuppelraum oder Chorraum ergänzen. Filzkissen, wie in der Marienkapelle, polstern die Sitzplatzauflage etwas auf. Die Bänke können aufgrund des relativ hohen Fertigungspreises pro Bank nicht auf einmal produziert werden.

Mit einer Spende für eine ganze Bank von 1.000 Euro kann zum Beispiel die Produktion von insgesamt 50 geplanten Bänken erheblich angekurbelt werden – oder auch für einen gespendeten Sitzplatz einer Vierer-Bank in Höhe von 250 Euro.

Jede Spende ist willkommen! Am Opferstock im Eingangsbereich der Basilika ist ein entsprechender Hinweis angebracht. Hier kann direkt gespendet und als Dank eine Postkarte mit einem Wettersegen mitgenommen werden. Spenden sind auch über diese Bankverbindung möglich:
Katholische Gesamtkirchenpflege St. Martin Weingarten
Verwendungszweck: „Kirchenbänke
IBAN: DE94 6505 0110 0086 5026 01
BIC: SOLADES1RVB
Kreissparkasse Ravensburg
Bitte geben Sie Ihre Adresse mit an!

Wir informieren hier über den Fortgang der Bankproduktion und sagen ein herzliches „Vergelt’s Gott!

Text und Foto: Homepage-Team

© Andreas Schwab